landpracht himmel

Geschichte Landpracht Hof (vormals Großgrundbesitz der Familie Gutke, ehemals Ferkelanlage)

Derzeit bewerkeln, bewohnen und beleben das Land Maria Fett und Thomas Jänich.

altes haus 01

Leider ist in den Archiven nichts weiter zur Geschichte zu finden, weshalb wir auf die Erzählungen der Dorfbewohner angewiesen sind.
Wir konnten bisher in Erfahrung bringen, dass es in den zwanziger Jahren einen Großgrundbesitzer namens Gutke gab. Dieser wurde nach Kriegsende (1945) im Zuge der Verstaatlichung enteignet.

pumpenhaus

Vermutlich ist das Haus noch in den vierziger Jahren komplett niedergebrannt aus uns noch unbekannten Gründen. Einzig das Pumpenhaus mit dazugehörigem Brunnen und die Scheune sind aus dieser Zeit erhalten geblieben.
1949 wurde es dann wieder neu aufgebaut und auf der freien Landfläche zudem einige Ferkelställe errichtet.

Das Wohnhaus steht um ca. dreißig Meter von der Straße versetzt und besitzt keinen Keller. Die Räumlichkeiten erstrecken sich über zweieinhalb Etagen.
Das Dach ist 2006 komplett neu gedeckt worden.
Das Haus wurde untererdig mit einer Art Korsett zur Stabilisierung des Fundamentes versehen und umfasst übererdig eine leicht erhöhte Natursteinebene, umrandet von einer Regenrinne zum Schutz der Gemäuer.
Das Regenwasser wird zum einen in den dahinter liegenden Wald und zum anderen in den vorderseitigen Garten geleitet.

Lange Zeit wurde das Haus als Wohnstätte unter anderem auch vom damaligem Stallmeister und seiner Familie genutzt.

pflug

Dorfbewohner, die damals hier arbeiteten oder als Kinder hier spielten, berichteten aus jener Zeit, dass in den neunziger Jahren die „Ferkelanlage“ dann von der Treuhand übernommen wurde, bevor die Anlage von dem neuem Eigentümer erworben und zumindest das Haus grundsaniert wurde.
Zu den Ställen und zum Haus gehörten ebenfalls zwei Scheunen und ein Schuppen.
Erhalten geblieben ist eine alte Scheune mit Anbau, das original Pumpenhäuschen mit den typischen Biberschwanz Dachziegeln und dazugehörigem Brunnen, welcher wieder instand gesetzt wird.

ruine

Sämtliche Stallanlagen wurden abgetragen bis auf eine, die als Viertel Baukörper im hinteren Bereich des Grundstücks noch zu finden ist.




scheune

Durch die damalige Auffassung der „Gülleentsorgung“ konnte sich über Jahrzehnte ein mannigfaltiges, unberührtes, belebtes Biotop entwickeln, welches durch unseren Vorbesitzer behütet und beschützt wurde.


In diesem Sinne bewahren wir diesen Spirit und tragen unseren Teil zur Erhaltung und Bewahrung dieses für uns einzigartigen Mikrokosmos bei.